Cruisin’ down Highway #1 – Part Two

from Monterey to Pismo Beach

Eine geographische Darstellung von der gefahrenen Route findest du hier

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04.09.2012 – amazing pacific coast highway!

Der vorletzte Tag begann wieder einmal recht früh. Wir hatten aber noch Zeit, da der Souvenirstore erst um 10 Uhr am Laguna Seca Raceway öffnen sollte – somit fuhren wir zunächst zur Cannery Row und schauten uns dort etwa eine Stunde lang um. Die Cannery Row ist eine Straße mit Läden ähnlich wie in San Francisco am Pier 39 – nicht schlecht, verpassen tut man allerdings nichts.
Nach einer weiteren Fahrt zum Laguna Seca Raceway und mit zwei T-Shirts im Gepäck starteten wir dann unsere Tagesfahrt über Carmel durch Big Sur bis nach Pismo Beach. Die Distanz betrug für diesen Tag 241 km.
Carmel war ein besonders schönes Städtchen. Wir fuhren die Hauptsraße ab, gingen in 1-2 Läden hinein und fuhren noch den Küstenweg entlang, bis wir Carmel auch schon wieder hinter uns gelassen haben.

Nun begann der spannendste und wohl auch schönste Teil des Highway 1 – das Gebiet rundum Big Sur! Ein sehr kurviges Gebiet, merkbare Unterschiede in den Höhenmetern und es folgt eine Aussicht, die die andere schlägt. Erst ab hier habe ich unsere Kamera fit gemacht. Wahrhaftig eine tolle Straße, aber wetterbedingt hatten wir wieder etwas weniger Glück gehabt. Zwar kein Regen, aber der Nebel schien irgendwie Standard geworden zu sein. Trotzdem sind ein paar schöne Bilder entstanden.

Der Weg ließ sich wunderbar fahren und bot viele eindrucksvolle Blicke. Bei dem Trail zu den McWay Waterfalls im Julia Pfeiffer Burns State Park mussten wir etwas mehr Zeit in Kauf nehmen. Der kurze Weg belohnt mit einem tollen Blick in eine Bucht, die die Szenerie der Karibik vermuten lässt.

Die Zeit verging wie im Flug und wir hatten noch einen recht weiten Weg bis nach Pismo. Die Strecke wird hier von mal zu mal schöner und beeindruckender.

Nach ein paar weiteren Fotostops erreicht man letztendlich die Gegend von San Simeon und ab dort verändert sich die Landschaft schlagartig. Hier wirkt plötzlich alles wieder viel monotoner. Die Fahrt geht ab hier nicht mehr partou an der Küste entlang. Das Land wird flach. Kurz vorher, wo sich plötzlich viele Touristen knubbeln, kann man Seelöwen in freier Wildbahn beobachten. Viel mehr liegen sie nur faul am Strand herum und werfen ständig Sand auf sich hinauf, aber sehenswert war das schon. Was allerdings nicht so toll war, war wieder einmal der eiskalte Wind bei 14 Grad. Obwohl hier die Sonne schien war es einfach viel zu kalt. Nach knapp 30 Minuten ging es dann für uns auch weiter.

Wenig später folgt Morro Bay – bekannt durch sein Markenzeichen – einem großen mondartigen Felsen direkt am Strand welcher Morro Rock genannt wird.

Ein paar Meilen später erreichten wir auch schon Pismo Beach – unser Hotel befand sich im angrenzenden Ort Arroyo Grande. Unser Abend verlief entspannt bei Applebee’s – für Strand oder sonstigen Spass war es zu spät und auch zu kalt.

Die Küste hat uns bis hierhin schon gut gefallen. Allerdings hätten höhere Temperaturen ganz gut getan, denn abends war man vom kalten Wind völlig erschöpft. Der Highway 1 vermittelt in der Tat Freiheit, ein Cabrio wäre allerdings ein Reinfall gewesen 😉 – trotzdem eine atemberaubende Küstenstraße! Leider fängt das interessanteste Stück erst hinter Carmel an und hört bereits bei San Simeon wieder auf. Trotzdem würde ich diese Straße beim nächsten Besuch nochmals abfahren – vielleicht stimmt es dann auch mit dem Wetter.


05.09.2012 – Goodbye, Golden State!

Der letzte Tag unseres dreiwöchigen Roadtrips quer durch die Weststaaten ging dem Ende entgegen. Die letzten 300 km standen auf der Agenda, da wir uns aktuell noch in Pismo Beach befanden. Unser Flieger soll um 21.20 Uhr von Los Angeles aus abheben – somit haben wir noch den ganzen Tag Zeit, den wir aber äußerst ruhig angehen wollten.

Was aber natürlich ebenso auf dem Programm stand, war das packen der Koffer und noch ein paar Einkäufe für zu Hause tätigen. Allein diese Beschäftigung kostete uns schon fast den ganzen Morgen – zugegeben, es war uns auch nicht mehr danach ein großes Fass aufzumachen. Die Küste hat bis hierhin extrem geschlaucht, was sicherlich den durchgehend niedrigen Temperaturen zuzuschreiben war. Die Mischung aus konstanten 36 Grad bzw. 50 Grad und den kühlen 13 Grad an der Küste hat deutliche Spuren hinterlassen.

Wir nutzten den Rest des Morgens um noch ein wenig von Pismo Beach zu sehen. Es war ziemlich wenig los. Wir schauten uns ein bisschen am Strand um und brachen danach auf. Auf dem Plan standen noch Santa Barbara und Malibu, wo wir nur mal einen Blick drauf werfen wollten. Diese beiden Ziele sollten weiterhin über den Highway 1 angesteuert werden. Allzu viel haben wir nicht erwartet, da wir nebenbei ständig auf die Uhr gucken müssen.

Leider war das Wetter hinter Pismo Beach nicht besonders – teils nebelig, teils regnerisch. Die Küste nicht mehr ansatzweise so schön, wie es noch in der Gegend von Big Sur zu sehen war. Trotzdem hielten wir den Kurs über den Highway 1 bei.

In Santa Barbara regnete es nicht, aber es war bewölkt. Auch hier gingen die Temperaturen nicht über 20 Grad hinaus – irgendwie sollte es wohl an diesen Tagen nicht sein. Wir fuhren lediglich ein paar Straßen ab – sah sehr nett aus, womöglich kann man hier auch gut einkaufen und essen, aber danach war uns nicht. Bei dem Wetter machte der Strand auch keinen Sinn, wodurch wir leider direkt die Flucht ergriffen haben. Santa Barbara verdient auch einfach mehr, als nur durchzufahren.

Unspektakulär ging es weiter bis wir in Malibu gelandet sind. Schönes Örtchen mit sehr vielen Strandzugängen. Hier war es zwar wärmer als im nördlichen Teil, aber mehr als Surfer hat man nicht im Wasser gesehen. Es war irrsinnig wenig los, die Parkplätze relativ leer. Einladend sah das alles nicht aus, wodurch wir Malibu auch mehr oder weniger nur durchfahren sind. Die Zugänge zu den Strandpassagen, wo die Stelzenhäuser zu sehen sind, sind entweder privatisiert oder werden nur gegen Bares in Form von kostenpflichtigen Privatparkplätzen gezeigt.

Gegen 19.30 Uhr erreichten wir die Wagenrückgabe von National am Los Angeles International. Unkompliziert gaben wir den Wagen zurück, wobei der Mitarbeiter mir zuviel Sprit in Rechnung gestellt hat. Eine Mail an den Support von National hat dieses Problem aber nach dem Urlaub gelöst. Etwas in Eile erreichten wir den Schalter von British Airways, wo wir informiert wurden, dass der Flug ungefähr eine Stunde Verspätung hat. Naja, nicht schlimm. Um 22.15 Uhr hoben wir verspätet ab. Der Rückenwind war aber so gut, dass wir nur knapp über 9 Stunden zurückgeflogen sind.

Fazit: Eine 300 km Distanz am letzten Tag würde ich nicht mehr planen. Damit sollte eigentlich die Strecke an der Westküste entzerrt werden, aber es passierte genau das Gegenteil – es wird ständig auf die Uhr geschaut. Besser ist es doch, wenn die letzte Nacht am Flughafen oder in unmittelbarer Nähe gebucht wird, dann kann der letzte Tag auch etwas besser genossen werden.

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