17 miles of high society

from San Francisco to Monterey

Eine geographische Darstellung von der gefahrenen Route findest du hier

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03.09.2012 – you should never visit any beach on an american holiday

Labour Day! Das Ende der Saison wurde eingeläutet, aber richtig freuen konnte ich mich nicht, da dieser Tag vermutlich einer Katastrophe gleichen würde. Heute verließen wir San Francisco bereits – schade eigentlich, denn die Stadt war wirklich schön und eine Nacht mehr wäre sicher auch nicht verkehrt gewesen. Beim Blick vom Balkon sah ich wie jeden Morgen meinen geliebten Nebel, der diesmal aber nur in der Bay zu sehen war 🙂

Da uns mittlerweile klar war, dass der Nebel nicht zwingend in der ganzen Stadt verteilt war, fuhren wir noch schnell die Lombard Street hinunter.

Jetzt mussten wir aber los. Unser Tagesziel lautete für heute Monterey und war rund 200km entfernt. Ich entschloss mich den kompletten Highway 1 bis nach Monterey über Santa Cruz abzufahren. Beim Blick auf den Pazifik auf der Höhe von China Beach war leider wieder nur Nebel zu erkennen. Ich schloss das Kapitel – der nächste Besuch in SF kommt bestimmt.

Die Strecke war allerdings nicht das Highlight, was ich mir erhofft hatte – halt eine Straße am Wasser ohne besondere Vorkommnisse. Wir fuhren dann nach Santa Cruz hinein. Das Ziel war hier der legendäre Beachboardwalk mit seinen Freizeitparkattraktionen. Warum? Hier steht der Giant Dipper, eine alte Holzachterbahn aus den frühen 20er Jahren. Diese Kulisse galt damals im Teenie Horrorfilm “The Lost Boys” aus dem Jahr 1987 als Drehort! Dieser Film lief bei mir oft in der Kindheit 😉 so dass ich hier zwingend einen Stop einlegen wollte.

Vor lauter Vorfreude vergaß ich allerdings, dass heute Labour Day war. Ich mache es kurz und knapp – die Straße am Strand war so voll, dass wir ca. 45 Minuten gebraucht haben, bis wir auf der anderen Seite wieder rauskamen. Parkplätze waren absolute Fehlanzeige – es war alles voll! Ich konnte die Achterbahn somit nur von der Straße aus sehen, was nicht so der Bringer war. Hier hätte ein Stop eingelegt werden müssen. Durch die knappe Zeitplanung und dem immensen Aufkommen von feiertagsgeplagten Amerikanern gab es hier keine Chance für uns. 🙁

Santa Cruz hat einen netten Eindruck hinterlassen, aber man sollte solche Tage einfach vermeiden. Mir war schon echt schlecht, da ich in dem Moment an Monterey gedacht habe. Wie soll es bloß dort aussehen?!

Monterey war nun auch direkt unser nächstes Ziel. Durch den intensiven Zeitverlust konnten wir auch schon in unser Motel einchecken. Nun stand der Mazda Speedway Laguna Seca auf dem Plan! Eine weltbekannte Rennstrecke in unmittelbarer Nähe von Monterey. Leider war an diesem Tag keine Veranstaltung, aber ich war mir sicher, dass trotzdem etwas los ist. Als Fan des Nürburgrings war die Rennstrecke ein Pflichtstop für mich – ich rechnete stark mit Touristenfahrten, wie es sie auch auf der Nordschleife zu sehen gibt.

Der Weg dorthin war allerdings mies. Wir sind direkt mal an der Zufahrt vorbeigefahren. Hier war lediglich ein Schild mit der Aufschrift “Laguna Seca Recreation Area” zu sehen. Das deutete wahrhaftig nicht zwingend auf eine Rennstrecke hin. Mit einer weiteren kleinen Verspätung kamen wir dann auf der Rennstrecke an. Weltbekannt ist hier die Corkscrew – eine schnelle hängende S-Kurve. Zunächst mussten wir aber erstmal dort hin finden.

Überrascht war ich aber in dem Moment eher von der Totenstille auf dem Rennkurs – bis auf Hunderte Eichhörnchen war wirklich überhaupt keiner anwesend! Das gibts doch nicht – weder Touristenfahrten noch Sonstiges und das an einem Feiertag. Offensichtlich interessiert sich an einem Feiertag keiner für Rennstrecken. Wie soll ich das nur einem Nordschleifenenthusiasten erklären? Unmöglich! Ich machte meine Bilder und wir fuhren zum Souvenirstore. Wer seine Ruhe am Labour Day haben will sollte also diese Rennstrecke besuchen

Natürlich hat der Store vor wenigen Minuten bereits zugemacht – oder war er überhaupt auf? Immerhin war doch Feiertag und niemand war auf der Strecke – die Person an der Kasse tat mir jetzt schon Leid. Für mich bedeutete das vorerst kein obligatorisches Laguna Seca T-Shirt kaufen zu können – aber das musste ich am Folgetag nachholen – da gibt es nichts dran auszusetzen.

Der Tag neigte sich wieder dem Ende, aber wir hatten theoretisch noch genug Zeit den 17 Mile Drive zu fahren. Also lautete der nächste Stop: 17 Mile Drive!

Der 17 Mile Drive ist ein weltberühmter Scenic Drive durch High Society und dem PGA Golfclub Pebble Beach. Dieser Platz

Wir fuhren den Drive in Ruhe ab, leider mit etwas viel Nebel im Hintergrund.

Auch der Scenic Drive war kaum besucht – überhaupt war in Monterey das komplette Gegenteil von Santa Cruz zu sehen. Kurz bevor es dunkel und noch nebeliger wurde waren wir dann mit dem 17 Mile Drive durch. Später fragt man sich wirklich, warum die Zufahrt 10,50$ Eintritt gekostet hat?! Um die Reichen noch reicher zu machen? Irgendwie ein starker Gegensatz…

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