Two Days – Sin City

Welcome to fabulous Las Vegas

Eine geographische Darstellung von Las Vegas findest du hier

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27.08.2016 – Shop until you drop!

Die erste Nacht in unserer 90m² Suite und dem riesigen Kingsize Bed hätte nicht komfortabler sein können! 🙂 Per Fernsehsteuerung konnte ich die Jalousien der Glasfront hoch fahren und genoss noch aus dem Bett heraus den Ausblick auf den Eifelturm und den umliegenden Hotels. Ich stand auf, machte mir einen Kaffee und trank diesen genüsslich auf unserer Sofa-Liege mit Ausblick auf Las Vegas – herrlich!

Stärkung musste sein, denn heute war eigentlich der einzige Tag zum Einkaufen – und das kann Frau sich nicht entgehen lassen 😉 Auch ich hatte Lust und somit starteten wir um 10 Uhr zu den Premium Outlets North!

Was nun folgte war ein 8-stündiger Shoppingmarathon der Superlative! 😉 Die North Outlets waren super und die Ausbeute groß. Es wartete aber noch ein Spaziergang (!) über den Strip, denn auch Las Vegas will bei Nacht erkundet werden. Etwas angeschlagen ging es los, dabei dauert es schon mal mindestens 15 Minuten lang überhaupt aus unserem Hotel, den angrenzenden Miracle Shops und dessen angrenzenden Casino des Planet Hollywood auf die Straße zu kommen! Hilfe…

Kaum draussen angekommen wurden wir bereits von aufdringlichen Personen mit Flyern für erotische Shows bombardiert. Hat man diese hinter sich gelassen kommen die Typen, die einem eine Limousine andrehen wollen und wenn man diese Leute ebenfalls hinter sich gelassen hat, kommt die dritte Front, die irgendwelche Bustouren vermitteln wollen. Hui… wir überquerten die Straße zum gegenüberliegenden Bellagio Hotel. Wir haben noch einen guten Platz erwischt und schauten uns die tolle Fontänenshow an.

Die Bellagio Fountains sind ein echter Hingucker. Die zugefügte musikalische Einlage wird immer wieder verändert. Keine Show ähnelt somit der anderen. Insgesamt dauert das Spektakel 10-15 Minuten. Ein Plan weist daraufhin wann die nächste Show beginnt.

Nun aber ging es weiter vorbei am Eifelturm zum Mirage Hotel. Einen Abstecher machten wir beim Ceasars Palace. Die Kulisse ist besonders aus “Hangover” in Erinnerung geblieben.

Am Mirage selbst kann ebenfalls kostenlos ein simulierter Vulkanausbruch bestaunt werden. Es ist eine schöne Mischung aus Pyrotechnik und musikalischer Untermalung. Genau nach meinem Geschmack. Ein bisschen erinnert so eine Show an einen Auftritt der Gruppe “Rammstein”. 😉

Eigentlich stand nun noch die Show vom Treasure Island Hotel auf dem Programm, die aber um die Uhrzeit bereits ihre letzte Show hinter sich gebracht hatte – verdammt, wer kann auch schon ahnen, dass die um 23 Uhr ihr letztes Programm abspielen? Völlig fertig erreichten wir nach minutenlangem Rückweg unser Hotel. Hätte nicht gedacht, dass Las Vegas so anstrengend sein kann, aber der Shoppingmarathon steckte noch zutiefst in den Knochen. Achso… habe ich schon erwähnt, dass wir weiterhin von Flyerverteilern, Limousinenpinguinen und “You need Bus?”-Typen heimgesucht wurden? Nein? Die sind nämlich in der ganzen Stadt und irgendwann erreicht man einen Punkt, da würde man am liebsten….

Bei einem Philly Cheese Steak genossen wir den Rest des Abends in unserer Suite! 🙂


28.08.2016 – This Pony will ride!

Nach einer weiteren sehr komfortablen Nacht in unserer Suite hieß es heute wieder mal zeitig aufstehen, denn um 9.30 Uhr wartete bereits mein Pony auf mich, um ausgeritten zu werden.

Diesmal war es aber kein echtes Pferd, sondern ein echter Ford Mustang GT 2012, welcher für einen Tag zum ausreiten gemietet wurde.

Anders als bei normalen Autovermietungen kann man bei dieser sogenannten Adrenaline Collection von Hertz exakt ein Wunschfahrzeug mieten. Zur Auswahl stehen hier hauptsächlich – leider nicht an jeder Station – folgende Modelle:

  • Ford Mustang GT 2012
  • Dodge Challenger R/T
  • Chevrolet Camaro SS

Als Abholort wählte ich den Flughafen in Las Vegas, nur dort war nämlich das Pferdchen verfügbar. Als eingefleischter Mustang Fan musste es natürlich ein Pony sein. Das Pony besitzt einen 5.0 L V8 Motor mit 417 PS, Lederausstattung, Sirius XM Radio, sowie 6 Gang Automatikgetriebe. Wirklich erwähnenswert ist hier – abgesehen vom Aussehen – eigentlich nur der Motor.

Unseren Ford Edge fuhren wir nach der Abholung zurück ins Parkhaus am Hotel und brachen umgehend zum Valley of Fire Statepark auf… irgendwie musste das Pony ja bewegt werden. 🙂 Das Valley of Fire liegt ungefähr 100 km von Las Vegas entfernt. Nach etwas über einer Stunde Fahrzeit erreichten wir den Park – Eintritt ist hier unabhängig vom Interagency Pass wieder fällig – mit 10$ allerdings noch vertretbar.

Wir fuhren vorbei an den Beehives bis zum Visitor Center. Dort angekommen wollten wir nun hoch zu den White Domes. Auf dieser Strecke befindet sich auch die Fire Wave – ein Pendant zu den bekannteren Coyote Buttes South. Hier hatten wir ziemliches Pech, denn die Fire Canyon Road war gesperrt und wurde von einem Ranger bewacht. Was ein Mist, das Herzstück des Parks war weder für Autos noch für Fußgänger zugänglich. Vermutlich hätten wir irgendwie kreuz und quer wandern können, aber das war an diesem heißen Tag keine Option für uns. Alles was uns blieb war eine Fahrt zum Ostausgang vorbei am Elephant Rock, dem wohl bekanntesten Fels im Valley of Fire. Allerdings stand nirgendwo, dass der mittlere Teil des Parks gesperrt ist und zu allem Überfluss musste man an der Ostseite nicht einmal Parkeintritt zahlen – nur auf Vertrauensbasis in Form eines Briefkastens. Nicht, dass ich die Zeche prellen wollte, aber ein Park, der nur zur Hälfte besucht werden kann, sollte meiner Meinung nach auch keine 10$ Eintritt kosten. Dies nur am Rande, da ich die Aufmachung der National- und Stateparks bisher überragend fand.

Folgenden Hinweis las ich später auf der Internetseite vom VoF:

IMPORTANT NEWS! Fire Canyon Road Will Be Temporarily Closed. The park will be closing the Fire Canyon Road for a couple of months this summer starting August 21, 2012 while the gravel road is being upgraded and paved. It will be closed to all motorized and foot traffic during this time because heavy equipment is being used. When the work is complete, the road will offer a much smoother ride to the scenic vista as well as removing all the traffic dust that annoyed everyone. The parking area will be increased to allow access to buses, and there will be a comfort station installed as well. We do apologize for any inconvenience this may cause. The rest of the park will be open to regular use.

Der Elephant Rock war allerdings auch sehr schnell besichtigt und wir fuhren die restlichen Parkplätze mit Viewpoints ab. Nebenbei ließ ich die GoPro am Mustang laufen um ein paar Eindrücke auf Video festzuhalten.

Nach ein paar Stunden entschieden wir uns wieder zu fahren. Das Valley of Fire ist wirklich sehr schön, aber leider konnten wir gerade die bekannten Stellen im Park nicht ansteuern. Schade, vielleicht ein andermal. Da wir noch Zeit hatten wollte meine bessere Hälfte nochmal ein paar Einkaufsläden abklappern. Diesmal sollten es die Premium Outlets South in Las Vegas sein. Diese steuerten wir umgehend an.

Die South Outlets haben allerdings deutlich weniger zu bieten, sind im Gegenteil zu den North Outlets allerdings überdacht. Hier hielten wir uns “nur” ca. 2-3 Stunden auf. Zurück ging es dann vorbei am weltbekannten Las Vegas Sign.

Der Mustang hatte bis hierhin ungefähr 270 km auf dem Buckel. Es war definitiv ein Erlebnis und das Geld allemal wert. Wir steuerten danach auf unser Hotel zu und griffen kurz darauf wieder den Strip an. Hier waren wir diesmal etwas schlauer und haben uns ein Busticket gekauft. 😉 Vom New York, New York Hotel fuhren wir zum Treasure Island und schauten uns die Show “Sirens of TI” an, welche sich als eine absolute Katastrophe herausgestellt hat. Ich weiß nicht, wieviele Klischees diese Show erfüllt hat, aber ich kam mir vor, als ob ich gerade RTL2 zur “besten” Sendezeit eingeschaltet habe. Uns gefiel es überhaupt nicht und das Warten war es auch nicht wert.

Wir tingelten noch etwas über den Strip, waren aber schon wieder vom langen Tag geschlaucht. Wir schlenderten noch zum Venetian Hotel rüber. Alles ist übergroß. Wir schauten uns draussen die Gondolas an, welche sich auf den künstlich angelegten Straßen von Venedig fortbewegten. Am Eingang hat sich bereits eine wahnsinnig lange Schlange gebildet – und es war mitten in der Woche. Wie zum Teufel sieht es hier dann erst am Wochenende aus? Ich wollte es mir gar nicht erst vorstellen.

Weitere Hotels haben wir links liegen gelassen, auf den Stratosphere Tower wollten wir für stolze 18$ p.P. nicht und die Fremont Street war zu dieser Zeit einfach zu weit weg. Gegen 23 Uhr kehrten wir zurück zum Hotel. Ich entschied mich noch etwas an den 1 Cent Automaten zu spielen, um ein paar billige Getränke zu bekommen. 😉 Die Casino Atmosphäre ist immerhin ganz nett.

Gegen halb eins nachts beendete auch ich den Tag. In dieser Zeit wurden die Erwartungen an Las Vegas nicht erfüllt. Es lag wohl vermutlich daran, dass wir weder die klassischen Shows noch irgendwelche typischen Dinge unternommen haben. Auch die sagenhaften Pool-Landschaften wurden nicht ausprobiert. Die Tage waren mit Shopping und dem Ausflug ins Valley of Fire schon ziemlich vollgestopft. Die Suite hingegen war ein Hochgenuss und allein deswegen hat sich Vegas – neben der Einkaufsmöglichkeiten – schon gelohnt. Wir müssen diese Stadt anders angehen und das kann im Laufe der nächsten Jahre sicherlich noch einmal probiert werden.

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