Almighty Colorado River

from Monument Valley to Page

Eine geographische Darstellung von der gefahrenen Route findest du hier

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24.08.2012 – walk to the edge, don’t be scared!

Auf den 8. Tag unserer Rundreise habe ich mich schon im Vorfeld sehr gefreut – heute ging es nach Page zum Horseshoe Bend und zum Lower Antelope Canyon! Da wir zuvor noch die berühmte Straßenkulisse, u.a. aus Forrest Gump, sehen wollten, zog es uns zunächst doch wieder in Richtung Monument Valley. Am Monument Valley vorbei, fuhren wir Richtung Mexican Hat und da wir sowieso schon kurz vor Mexican Hat waren, konnten wir uns auch den Fels anschauen, warum Mexican Hat überhaupt Mexican Hat heißt 😉

Mit dem Schlenker nach Mexican Hat standen weitere 300 km auf dem Programm. Da wir uns gegen einen Ritt im Monument Valley entschieden haben, konnten wir direkt nach Page durchfahren. Die Strecke dorthin ist anfangs sehr schön. Es folgten keine großartigen Fotostops, so dass wir genügend Zeit in Page haben sollten. Bevor es zu unserem Hotel – dem Marriott Courtyard by Lake Powell – ging, steuerten wir den Horseshoe Bend an. Um den Pferdeschuh in seiner vollen Pracht sehen zu können muss man zunächst vom Parkplatz einen sehr sandigen Weg ablaufen. Innerhalb von 20 Minuten sollte man dann direkt am Abgrund (!) des Horseshoe Bends stehen – hier geht es ungefähr 1000 Fuß in die Tiefe!

Der Horseshoe Bend besitzt keinerlei Zäune oder Absperrungen! Ein Schritt zuviel kann hier Leben kosten – gerade für uns Deutsche schwer vorzustellen. Aus diesem Grund sollte man sich keinesfalls auf waghalsige Manöver einlassen. Es gab schon mehrfach Tote, insbesondere wenn Selfie Sticks zum Einsatz kommen.

Der Horseshoe Bend ist auch kein Geheimtipp mehr, denn mittlerweile taucht er in jedem Reisebericht bzw. Reiseführer auf. Dementsprechend muss man sich auf viele Touristen einstellen. Eine gewisse Ruhe strahlt der Platz dadurch leider nicht aus.

Wir verweilten sicherlich 1,5 Stunden am Horseshoe Bend, da er mich einfach nicht mehr loslassen wollte. Ich war beeindruckt von der Landschaft und der Tatsache, was die Natur hier Brillantes geschaffen hat. Nach vielen Fotos gingen wir dann wieder zurück zum Parkplatz und ich kann nur sagen, dass es der Rückweg deutlich mehr in sich hat! Der Höhenunterschied ist zwar nicht so groß, aber der sandige Trail bei vollen Sonnenschein und 35 Grad lässt einen ganz schön schwitzen! Wasser sollte ausreichend mitgenommen werden! Den Horseshoe Bend kann man am besten In der Mittags- bzw. Vormittagszeit fotografieren. Vorteilhaft ist ein Weitwinkelobjektiv, oder eine GoPro, die ich dafür benutzt habe. Am Nachmittag sollte das Fotografieren schwierig werden, da die Sonne auf die gegenüberliegende Seite wandert und somit unnötiges Gegenlicht erzeugt.

Am Parkplatz angekommen ging es nun zum Checkin ins Hotel. Von dort aus starteten wir zum Lower Antelope Canyon. Der Lower Antelope Canyon befindet sich im Navajo-Reservat und wird von den Indianern betrieben. Die Kosten belaufen sich auf 26$ p.P. (cash only!) – da es zu dem Zeitpunkt schon 15 Uhr war, habe ich leider keinen Fotopass mehr bekommen. 🙁 Ein Fotopass erlaubt es einem länger und eigenständig im Canyon bleiben zu dürfen um Fotos mit einem Stativ schießen zu können. Die geführte Tour dauert ungefähr 1,5 Stunden. Wir hatten einen sehr netten Guide, der uns immer auf die Fotomotive hingewiesen hat und sich auch echt lange Zeit für uns nahm und nicht ungeduldig wirkte. Ich muss aber sagen, dass es mir auch so sehr gut gefallen hat und die Zeit auch ausreichend war.

Neben dem Lower Antelope gibt es noch den Upper Antelope, welcher gerade wegen der Beams bevorzugt wird. Wir haben den Upper ausgelassen und werden ihn ein andermal besuchen. Vom Lower Antelope Canyon aus haben wir noch einen Abstecher zum Antelope Point am Lake Powell gemacht, da es sowieso in der Nähe lag. Für den Eintritt kann man den Interagency Pass benutzen. Der Antelope Point war jetzt nicht sonderlich aufregend. Hier stehen hauptsächlich große amerikanische Pickups die ihre Boote ziehen und dort auf den Lake Powell ins Wasser lassen. Es gibt auch ein paar Möglichkeiten ans Wasser zu kommen.

Da es zu diesem Zeitpunkt schon Abend war entschlossen wir uns zurück ins Hotel zu fahren und den Abend am Pool ausklingen zu lassen. Was man aber nicht glauben kann, ist die Tatsache, dass sobald die Sonne untergeht die Temperaturen von 35 Grad auf 20 Grad abgesunken sind! Dadurch war es im Wasser wärmer als draussen 🙂

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