51 degrees and some bad water

from Las Vegas to Bishop

Eine geographische Darstellung von der gefahrenen Route findest du hier

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29.08.2016 – I need water, no bad water!

Die letzte Nacht in der super schönen Suite des Elara Hilton endete – ein letztes Mal konnte ich bei einem Kaffee die Aussicht genießen. Viel Zeit hatten wir nicht, denn bevor es weiter in unser Wegziel dem Death Valley ging, mussten wir noch unser Pferdchen vollgetankt zurückgeben. Das hatten wir am Vortag nicht mehr erledigt.

Natürlich sind diese Schritte ebenfalls mit Zeit verbunden, wodurch wir erst gegen 11 Uhr morgens aufbrechen konnten. Wir ließen diese verrückte Stadt hinter uns – ob wir nochmal wieder kommen werden? Sicherlich, aber dann mit einer anderen Herangehensweise!

Unsere Route führte uns kurz durch Pahrump, wo wir uns noch schnell beim Panda Express gestärkt haben. Gegen Mittag trafen wir dann im Death Valley ein – der Blick immer auf die Gradzahl im Auto gerichtet – ochja, sind erst knappe 40 Grad, das geht noch. Erster Stop: Dante’s View

Oben auf Dante’s View zog ein angenehmer aber doch recht kühler Wind – natürlich, immerhin befindet sich der Aussichtspunkt auf einer Höhe von 1669 Metern. Wir genießen die Aussicht…

Weiter ging es zu einer recht skurillen Landschaftsform – dem Zabriskie Point. Sehr beeindruckend, aber hier hatten wir dann 46 Grad. Der leichte Aufstieg entpuppte sich schnell zu anstrengenden Kletterpartie. Man kann förmlich dabei zusehen, wie die Hitze anfängt einen aus zu saugen.

Zurück im Auto bei laufender Klimaanlage merkt man das Ausmaß der starken Hitze des Death Valley. Kurz gesagt: Man ist klitschnass! 🙂 Der Körper kommt mit den stark schwankenden Temperaturen nicht klar und reagiert entsprechend. Der nächste Halt war der Devil’s Golf Course, welcher über eine ungefähr 3 km lange Gravel Road zu erreichen ist. Ich fühlte mich ein wenig, wie bei meiner Oma, wenn sie gerade den Garten umgegraben hat. Natürlich war die Erde im Garten nie so mit Salz verkrustet und das ist eben das Besondere an diesem Ort. Wirklich überall sind Salzkristalle zu sehen. Die Kulisse wirkt dadurch sehr karg, aber das macht eben auch den Reiz an dieser Gegend aus.

Unser nächster Halt war nun das bekannte Badwater. Auf -86m Höhe haben wir dann den Tagesrekord erreicht – 51 Grad! Beim Aussteigen knallte die aufgeheizte Luft erneut auf den bereits wieder abgekühlten Körper, aber richtig extrem waren die leichte Brisen, die sich angefühlt haben, als ob man gerade bei einem Rammstein Konzert in der ersten Reihe stehen würde! Die Luft brennt richtig im Gesicht.

Der Name stammt aus den Zeiten der Pioniere. Als diese vor zig Jahren diesen Teil durchquerten brauchten ihre Esel zunehmend Wasser. Als sie dann an der selbigen Stelle Wasser vorfanden, dieses aber durch den extremen Salzgehalt untrinkbar war, entstand der heute bekannte Name “Badwater”.

Auf dem Rückweg zur Furnace Creek Ranch bogen wir dann auf halber Strecke rechts ab um auf einen sehr schönen Scenic Drive zu kommen – die Rede ist hier vom Artists Palette Drive! Natürlich musste den recht interessanten Tag eine Sache trüben – die GoPro war im Auto an, ohne zu filmen. Dummerweise zieht sie dadurch den Akku leer und ich hatte zuvor vergessen meinen Zweitakku zu laden und die selbstständige Ausschaltfunktion zu aktivieren. Es kam alles zusammen. Leider fehlt mir hier ein richtig geniales Video – mich hat es den Rest des Tages geärgert. Den Drive kann ich nur empfehlen! Man fährt durch sehr enge Felspassagen, es wird sehr kurvig und es entsteht immer ein anderes Bild vom Valley. Des Weiteren bietet die Strecke ein paar extreme Dips, wo man fast denken könnte, dass man sich gerade auf einer Achterbahn befinden würde. 😉 Ein absolutes Highlight!

Unsere Highlights hatten wir mit dem Artists Palette abgeschlossen. Es folgte ein obligatorischer Stop bei der Furnace Creek Ranch um Souvenirs und ein Eis zu kaufen. 🙂 Die Furnace Creek Ranch kann auch als Übernachtungsmöglichkeit mitten im Valley genutzt werden. Eine kuriose Sache ist mir allerdings aufgefallen: Ein echter Golfplatz mit satten grünen Rasen! Darauf mehrere sichtbare spielende Golfer zu sehen. Verdammt nochmal, wer spielt bei fast 50 Grad Golf im Death Valley???

Nun steuerten wir langsam aus dem Park hinaus. Es ging vorbei an den Stovepipe Wells und den Mesquite Sand Dunes zum westlichen Ausgang.

Das letzte Haus, was wir noch im Park gesehen haben, war in Panamint Springs, auch dort kann man eine Nacht verbringen – äußerst einladend sah es dort aber nicht aus.

Ab Panamint Springs geht es dann weiter äußerst kurvig durch die Berge. Eine schöne Straße mit teilweise sehr schönen Ausblicken. Im Laufe der Zeit merkt man den Wechsel von der trockenen Wüste zur grünen Berglandschaft. Der Highway 190 führt direkt nach Lone Pine – unser Hotel lag aber in Bishop. Eine weitere Stunde Fahrt stand auf dem Programm und es wurde schon wieder langsam dunkel. Wahnsinn, wie schnell man die Zeit in dieser Region vergessen kann. Die Weisheit “weniger ist mehr” hat sich an diesem Tag gewissermaßen bewahrheitet.

Kurz bevor es ganz dunkel wurde erreichten wir unser Hotel in Bishop. Eingecheckt wurde diesmal in einem Ramada Limited.

Das Death Valley ist wirklich atemberaubend, aber zum Wandern hätten mich in dieser Jahreszeit keine 10 Pferde bekommen. Eure Wasservorräte sollten vor dem Valley gut gefüllt werden – ansonsten wird es teuer und längere Wanderungen sind nicht möglich. Auch das Tanken sollte im Vorfeld nicht vergessen werden, da es nur eine sehr teure Tankstelle innerhalb des Parks gab. Wer mehrere Tage Zeit und Lust hat, kann noch wesentlich mehr entdecken. Wir haben uns eher für das Standardprogramm entschieden.

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